Input und Diskussion: Über die feministischen Gegenproteste in Annaberg-Buchholz

Freitag, 10. August 2018

Beginn: 19 Uhr

Input und Diskussionsrunde zu den feministischen Gegenprotesten in Annaberg-Buchholz
im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld,
Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt am Main
mit anschließendem gemeinsamen Barabendbesuch
im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus, Klingerstraße 6

anna-bIn Annaberg-Buchholz in Sachsen versammeln sich seit 2007 jedes Jahr im Juni
christliche Fundamentalist*innen zu einem Schweigemarsch gegen das Recht
auf Abtreibung. Auch rechte Strukturen sind hier präsent. So bestehen über die
Einflussnahme kirchlicher Einrichtungen im Erzgebirge hinaus auch
Verbindungen in die Politik. Damit öffnet sich der Schweigemarsch deutlich den
Anhänger*innen neurechter Gruppierungen, darunter der AfD. Diese mischt
sich bei dem Thema bundesweit stark ein.
Doch seit 2014 formiert sich Widerstand. Mehrere hundert Menschen
protestieren seitdem jährlich für ein selbstbestimmtes Leben und gegen die
antifeministische, homosexuellen-, trans*- und inter*feindliche Politik der
selbsterklärten Lebensschutzbewegung, die Teil eines Rechtsrucks ist, mit dem
wir uns momentan zunehmend konfrontiert sehen.
Nach einem Input und Diskussion von und mit einer Aktivistin* vom What the
fuck?!-Bündnis Berlin zu den Protesten in Annaberg-Buchholz möchten wir uns
zur queerfeministischen Vernetzung gegen fundamentalistische und rechte
Strukturen vor Ort und darüber hinaus austauschen.
Und über die Entwicklungen der letzten Jahre und Infos zum Widerstand aus
der Diskussion, möchten wir bei Cola, Wasser oder Bier mit euch darüber
nachdenken, ob und wie wir uns aus Frankfurt/Rhein-Main künftig an den
Protesten in Annaberg-Buchholz beteiligen könnten. Hierzu laden wir ein zum
gemeinsamen Besuch des Barabends um die Ecke im Lesbisch-Schwulen
Kulturhaus, Klingerstraße 6.